ISO 22237

ISO/IEC 22237 ist die internationale Normenreihe für Einrichtungen und Infrastrukturen von Rechenzentren. Sie behandelt unter anderem Gebäude, Stromversorgung, Umgebungsbedingungen, Verkabelung, Sicherheit sowie Management und Betrieb. Für eine Prüfung werden die jeweils anzuwendenden Teile und Ausgabestände ausdrücklich festgelegt.

Diese Norm bietet einen optimalen Rahmen für Planer, Errichter, Betreiber, Manager, Kunden und Mieter von Rechenzentren – sowohl für neue als auch für bestehende Rechenzentren -, da sie die von europäischen Gremien diskutierten und harmonisierten Grundsätze kodifiziert. Zudem stellt der ISO/IEC 22237-Standard Planern international einheitliche Planungsparameter zur Verfügung, die auch in der EN 50600 enthalten sind. 

ISO/IEC 22237 ist ein Standard, der klare Anforderungen an Verfügbarkeit und Schutz sowie an die Energieeffizienz von Rechenzentren stellt. Diese müssen bereits in der Planungs- und Ausführungsphase berücksichtigt werden.

Die Kernbereiche der Normenreihe:

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ISO/IEC 22237 - Data centre facilities and infrastructures

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Risikobewertung

Es gibt vier unterschiedliche Klassen, die Rechenzentren in Bezug auf Stromversorgung, Kühlung und Datenverbindungen qualifizieren, ähnlich wie die bekannten Tier-Stufen. Eine Risiko-Analyse sowie eine Business-Impact-Analyse ist ein wichtiges Mittel, um eine angemessene Planung für die Beurteilung von geschäftlichen Risiken, Standortrisiken, physischer Sicherheit, Betrieb und Management des Rechenzentrums zu erstellen. Weiter gibt es Schutzklassen und Anlagen, um einen zonengeschützten Bereich für das Rechenzentrum zu gewährleisten. Design-Prinzipien und -Praktiken werden vorgeschlagen, um eine effiziente und nachhaltige Gestaltung des Rechenzentrums zu erarbeiten. Zuletzt werden Kennzahlen für Verfügbarkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit im Betrieb des Rechenzentrums festgelegt.

Davon abgeleitet werden vor Beginn der Planung und unter Berücksichtigung der Vorgaben aus der Norm die Verfügbarkeitsklasse (VK1-VK4), die Schutzklasse (SK1-SK4) als auch das für die Messungen zur Energieeffizienz benötigte Granularitätsniveau (GN1-GN3) für den Rechenzentrumsbetrieb festgelegt. Dies ergibt zusammengefasst die individuelle RZ-Klassifizierung.

Auf dieser Basis werden dann die Planung und Ausführung von RZ-Neubauten oder RZ-Ertüchtigungen entsprechend umgesetzt. Dabei gehören EMV-Konzept und Blitzschutz (DIN EN 62305) genauso zu den Planungsgrundsätzen, wie Verkabelung (DIN EN 50174) und Potenzialausgleich (DIN EN 50310).

Unsere Erfahrung und Expertise

High Knowledge bietet Audits und eigene Zertifizierungen nach ISO/IEC 22237 an. Erfahrung aus anspruchsvollen Rechenzentrumsprojekten und die Mitarbeit unseres Gründers Harry Knopf in der Normungsarbeit fließen in die Bewertung ein.

Gemeinsam legen wir den Prüfgegenstand, die relevanten Normteile und Ausgabestände sowie die zu bewertenden Klassen fest. Dokumentenprüfung, Vor-Ort-Audit und die Bearbeitung festgestellter Abweichungen bilden die Grundlage für die Zertifizierungsentscheidung.

Das Zertifikat benennt den geprüften Standort, den Geltungsbereich und das Prüfergebnis. Technische Infrastruktur, organisatorische Anforderungen und gegebenenfalls zusätzlich vereinbarte Prüfungen werden klar voneinander abgegrenzt.

Konzeptvisualisierung: Planungsbesprechung am Rechenzentrumsmodell