Zutrittskontrollsysteme (ZuKo)

Wir setzen in Rechenzentren heute mehrere Sicherheitsstufen ein, um die Einrichtungen abzusichern. Dabei verfahren wir nach einem abgestuften Zonenkonzept. 

Konzeptvisualisierung: Gesicherte Zutrittsschleuse mit zwei hintereinanderliegenden Glastüren.
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Erste Schutzschichten

Die erste Zone bildet den äußeren Ring. Das Gelände wird durch einen Sicherheitszaun geschützt und die Ein- und Ausgänge durch ein Kamerasystem überwacht. Zugang zum Gebäude ist nur für Sicherheitspersonal möglich, sodass dort zwangsweise eine Überprüfung aller Personen stattfindet, die das Gebäude betreten wollen. Dieser Bereich wird rund um die Uhr lückenlos von einer Kamera überwacht, die Bilder zur Sicherheitszentrale überträgt. Die Speicherfrist wird für den konkreten Zweck und die geltenden Datenschutzanforderungen festgelegt. Auch der Sicherheitsschalter muss prinzipiell rund um die Uhr besetzt sein.

Jeder, der das Gebäude betreten möchte, muss sich zuerst anmelden, sodass das Sicherheitspersonal vorab informiert ist und anschließend die Anmeldung überprüfen kann. Handelt es sich bei der Person um einen Mitarbeiter eines Kunden des Rechenzentrums, erfolgt als Nächstes eine Überprüfung auf die offizielle Personalliste des Kunden. Die Liste sollte nie älter als 30 Tage sein und bei Personalwechsel unverzüglich aktualisiert werden.

Die zweite Sicherheitszone befindet sich zwischen dem Sicherheitsschalter und dem eigentlichen Rechenzentrumsbereich. Diese Zugangswege innerhalb des Gebäudes sowie allgemein benutzte Räume wie Konferenzräume, Küchen und Toiletten erfordern eine Überwachung, um einen unrechtmäßigen Zugang zu verhindern. Eine Verbindung zwischen Kamera und Türzugangssystem oder bewegungsgesteuerte Kameras sind heute Standard für diese Bereiche. In der Regel erfolgen in der Sicherheitszentrale Alarme, wenn eine Tür nicht binnen eines vordefinierten Zeitraums geschlossen ist.

Vollständiger Schutz

Die dritte Zone ist die Hochsicherheitszone, in der sich die Bereiche für die IT-Systeme und die systemkritischen Anlagen des Rechenzentrumsbetreibers befinden. In dieser Zone gelten die höchsten Sicherheitsanforderungen. Die Türen sollten hier stets mit Kameras und einer zweiten Schutzmaßnahme wie Zugangskontrollsystemen oder Schlössern gesichert sein. Zur Gewährleistung eines reibungslosen Ablaufs und um sicherzustellen, dass alles auf dem neuesten Stand ist, sollten die Zutrittskontrollsysteme des Rechenzentrums regelmäßig überprüft und gewartet werden.

Die ideale Absicherung ist ein mehrstufiges Sicherheitskonzept, das verschiedene Überwachungsmethoden sowie eine Kombination von mechanischen und elektronischen Sicherungssystemen beinhaltet. Die einzelnen Verfahren, die hierzu eingesetzt werden, können variieren und unterschiedliche Sicherheitsstandards in verschiedenen Bereichen abbilden. So zum Beispiel der Einsatz von biometrischen Zutrittskontrollen (Fingerabdruck- oder Iris-Scan), Zutrittsschleusen oder Personenvereinzelungsanlagen. Zwei-Faktoren-Authentifizierung sorgt für noch höheren Zugangsschutz. Bei biometrischen und anderen personenbezogenen Daten sind insbesondere Rechtsgrundlage, Erforderlichkeit, Zugriffsrechte und Löschfristen zu prüfen. Die technische Zutrittslösung allein belegt keine Datenschutzkonformität.

Zutrittskontrolle für sensible IT-Bereiche

Zonen und Berechtigungen

Ein Zutrittskonzept unterscheidet Grundstück, Gebäude, Technikbereiche und IT-Flächen. Berechtigungen folgen Rollen, Aufgaben und Zeitfenstern. Besucher, Dienstleister und Notfälle benötigen definierte Abläufe; die Verwaltung verlorener oder abgelaufener Berechtigungen gehört dazu.

Identifikation und Türzustand

Ausweisleser, zusätzliche Authentisierung und Türüberwachung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ein gültiger Ausweis bestätigt allein noch nicht, dass nur eine Person eintritt. Türkontakte, Verriegelung und gegebenenfalls Vereinzelung müssen zum Schutzbedarf passen.

Integration und Ausfallverhalten

Steuerung, Spannungsversorgung und Netzwerk werden gemeinsam geplant. Zu klären ist, welche Funktionen bei Kommunikations- oder Stromausfall verfügbar bleiben. Fluchtwege und Brandschutzvorgaben sind mit der Sicherheitsfunktion der Tür abzustimmen.

Protokollierung und Übergabe

Zutrittsereignisse und Störungen brauchen eine nachvollziehbare Auswertung sowie festgelegte Zugriffs- und Löschregeln. Zur Abnahme gehören Berechtigungs-, Tür- und Störungstests. Betreiber erhalten dokumentierte Zuständigkeiten und Verfahren für Änderungen und Wartung.

Vorsprung durch Wissen

Wir entwickeln Sicherheitslösungen, die auf all diese Anforderungen eingehen. Sie haben Fragen zu unseren Sicherheitslösungen oder benötigen eine individuelle Beratung? Kontaktieren Sie uns gerne für ein Beratungsgespräch.

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Vorsprung durch Wissen

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Konzeptvisualisierung: Planungsbesprechung am Rechenzentrumsmodell
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