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Sustainable Data Center
SDC ist das Zertifizierungssystem der High Knowledge GmbH für die strukturierte Bewertung von Rechenzentren. 301 Kriterien in 11 Kategorien verbinden Energie- und Ressourceneffizienz mit Technik, Organisation und Betrieb. Das Ergebnis: eine dokumentierte Bewertung des konkreten Rechenzentrums mit einer Klasse von A bis G.


301 Kriterien. Ein nachvollziehbares Ergebnis.
Ein leistungsfähiges Rechenzentrum braucht mehr als eine einzelne Effizienzkennzahl. Sustainable Data Center betrachtet die Zusammenhänge zwischen Infrastruktur, Energie, Ressourcen, Management und täglichem Betrieb.
Der SDC-Katalog v3.0 umfasst 11 Kategorien, 46 Kriteriengruppen und 301 Kriterien. Die Bewertung beruht auf festgelegten Anforderungen und nachvollziehbaren Nachweisen. Dokumentenprüfung, Vor-Ort-Audit und die Bewertung der einzelnen Kriterien werden in einem Auditbericht zusammengeführt.
Das Zertifikat benennt das geprüfte Rechenzentrum, die erreichte Klasse von A bis G, die Katalogversion, die Zertifikatsnummer und die Gültigkeit. So wird sichtbar, worauf sich die Aussage bezieht. Ein Zertifikat für einen Standort ist keine pauschale Aussage über sämtliche Produkte oder das gesamte Unternehmen.
Von der Prüfung zur Zertifizierung
1. Prüfgegenstand festlegen. Wir klären mit Ihnen Standort, Systemgrenzen, vorhandene Nachweise und das passende Prüfmodell. High Knowledge ist Systemhalter und Lizenzgeber von SDC. Zertifikatsaussteller ist je nach vereinbartem Modell High Knowledge oder ein Prüfpartner.
2. Nachweise prüfen und vor Ort auditieren. Qualifizierte Auditoren bewerten das Rechenzentrum anhand des SDC-Katalogs. Feststellungen, Nachweise und offene Punkte werden dokumentiert. Die Programmordnung regelt Unparteilichkeit und den Umgang mit Interessenkonflikten.
3. Ergebnis bewerten und Zertifikat ausstellen. Die Zertifizierungsentscheidung beruht auf den dokumentierten Prüfergebnissen. Das standortbezogene Zertifikat weist die erreichte Klasse und den zugrunde liegenden Katalog aus.
4. Entwicklung nachverfolgen. Der dreijährige Zertifizierungszyklus umfasst die Erstprüfung, jährliche Überwachung und die Rezertifizierung. Änderungen am Rechenzentrum und relevante Betriebskennzahlen werden einbezogen.


Aussagekräftig prüfen. Präzise kommunizieren.
Die SDC-Programmordnung v3.0 legt fest, wie Zertifikate und Zeichen verwendet werden dürfen. Zertifizierungsaussagen müssen sich auf das geprüfte Rechenzentrum beziehen und mit Klasse, Katalogversion sowie Zertifikatsnummer nachvollziehbar sein. Aussagen zur Klimaneutralität ergeben sich daraus nicht automatisch.
Für die Verwendung des SDC-Zeichens in der Verbraucherkommunikation sieht die Programmordnung eine unabhängige Überwachung durch Dritte vor. Die Anforderungen an Zeichenverwendung, Beschwerden, Einsprüche, Aussetzung und Entzug sind Teil des Systems.
SDC und technische Normen: SDC ergänzt die technische Betrachtung nach DIN EN 50600 und ISO/IEC 22237 um eine strukturierte Bewertung von Energie, Ressourcen und weiteren Betriebsaspekten. Welche Normteile, Systemgrenzen und Nachweise im konkreten Auftrag geprüft werden, wird ausdrücklich vereinbart.
NIS2 und betriebliche Resilienz: Nachweise zur Infrastruktur und zum Betrieb können Bausteine des Risikomanagements unterstützen. Die vollständige Erfüllung der jeweils anwendbaren NIS2-Pflichten, einschließlich Meldepflichten und unternehmensweiter Sicherheitsmaßnahmen, ist gesondert zu prüfen.