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EN 50600
Die als europäische Rechenzentrumsnorm bekannte EN 50600, besteht aus einer Reihe von Veröffentlichungen, in denen Standards für Rechenzentren definiert sind. Die Norm beschreibt den Entwicklungsprozess eines Rechenzentrums anhand von 4 Hauptteilen und ist daher auch für die Planung eines Rechenzentrums optimal strukturiert.

Teil 1
Teil 3
Teil 2
Teil 4
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4

Risiko- und Geschäftsanalyse
Als Grundlage dient eine strukturierte und bedarfsgerechte Risiko- und Geschäftsanalyse. Dabei wird das jeweilige Geschäftsrisiko, Sicherheitsniveau, Standzeitkosten und externe Bedrohungen in Anlehnung an die DIN EN 31010 | IEC/ISO 31010 analysiert und bewertet.
Davon abgeleitet werden vor Beginn der Planung und unter Berücksichtigung der Vorgaben aus der Norm die Verfügbarkeitsklasse (VK1-VK4), die Schutzklasse (SK1-SK4) als auch das für die Messungen zur Energieeffizienz benötigte Granularitätsniveau (GN1-GN3) für den Rechenzentrumsbetrieb festgelegt. Dies ergibt zusammengefasst die individuelle RZ-Klassifizierung.
Auf dieser Basis werden dann die Planung und Ausführung von RZ-Neubauten oder RZ-Ertüchtigungen entsprechend umgesetzt. Dabei gehören EMV-Konzept und Blitzschutz (DIN EN 62305) genauso zu den Planungsgrundsätzen, wie Verkabelung (DIN EN 50174) und Potenzialausgleich (DIN EN 50310).
Unsere Erfahrung und Expertise
Als Mitautoren der DIN EN 50600 wirken wir in der Normungsarbeit für Rechenzentren mit. Unser Engagement im zuständigen Normungskomitee verbindet die Entwicklung des Regelwerks mit der Praxis aus Planung, Bau und Betrieb. Mehr zu unseren Akkreditierungen und Mitgliedschaften sowie zum DKE/GK 719 „Rechenzentren“.
High Knowledge bietet Audits und eigene Zertifizierungen nach DIN EN 50600 an. Wir legen mit Ihnen die anzuwendenden Normteile, den Prüfgegenstand und die angestrebten Klassen fest. Auf dieser Grundlage prüfen wir Dokumentation und Ausführung und dokumentieren Feststellungen sowie erforderliche Maßnahmen.
Das Zertifikat weist den geprüften Standort, den vereinbarten Geltungsbereich und das Ergebnis aus. Eine Zertifizierung der Rechenzentrumsinfrastruktur ersetzt keine gesonderte Prüfung sämtlicher gesetzlicher Pflichten des Betreibers.

Die Norm ist im Einzelnen folgendermaßen gegliedert:
- DIN EN 50600-1: Allgemeine Konzepte
- DIN EN 50600-2-1: Gebäudekonstruktion
- DIN EN 50600-2-2: Stromversorgung und Stromverteilung
- DIN EN 50600-2-3: Regelung der Umgebungsbedingungen
- DIN EN 50600-2-4: Infrastruktur der Telekommunikationsverkabelung
- DIN EN 50600-2-5: Sicherungssysteme
- DIN EN 50600-3-1: Informationen für das Management und den Betrieb
- DIN EN 50600-4-1: Überblick über und allgemeine Anforderungen an Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators, KPI)
- DIN EN 50600-4-2: Kennzahl zur eingesetzten Energie (Power Usage Effectiveness, PUE)
- DIN EN 50600-4-3: Anteil erneuerbarer Energien (Renewable Energy Factor, REF)
- DIN EN 50600-4-6: Faktor der Energiewiederverwendung (Energy Reuse Factor, ERF)
- DIN EN 50600-4-7: Wirkungsgrad der Kühlung (Cooling Efficiency Ratio, CER)
- DIN CLC/TR 50600-99-1: Empfohlene Praktiken für das Energiemanagement
- DIN CLC/TR 50600-99-2: Empfohlene Praktiken für die Umweltverträglichkeit
- DIN CLC/TR 50600-99-3: Anwendungsleitfaden für die Normenreihe
DIN EN 50600: Prüfgegenstand und Nachweise
Die Normenreihe behandelt Grundkonzepte, bauliche und technische Infrastruktur, Management und Betrieb sowie Leistungskennzahlen. Verfügbarkeitsklassen 1 bis 4, Schutzklassen 1 bis 4 und Granularitätsniveaus 1 bis 3 beschreiben unterschiedliche Anforderungen; sie sind keine pauschale Prozentangabe zur Betriebsverfügbarkeit. Für ein Audit legen wir die einschlägigen Normteile, den Prüfgegenstand, die Klassen und die benötigten Nachweise fest. Die Dokumentation hält Ergebnisse, Abweichungen und den Geltungsbereich einer eigenen High-Knowledge-Zertifizierung fest.