High Knowledge · RZ-KPI-Lab
Rechenzentrums-Kennzahlen.
Verstehen. Berechnen. Einordnen.
Vergleichen Sie Kosten über die Nutzungsdauer und berechnen Sie Verfügbarkeit, Rackdichte, PUE, Wassernutzung und Abwärmenutzung mit Ihren eigenen Annahmen. Das RZ-KPI-Lab macht Rechenwege und Messgrenzen sichtbar – als Grundlage für Planung, Monitoring und den Dialog mit Ihrem Betriebsteam.
RZ-KPI · Verfügbarkeit · Leistungsdichte
Verfügbarkeit und Rackleistung berechnen.
Berechnen Sie aus wenigen Annahmen jährliche Ausfallzeit, mittlere Rackdichte und den Gesamtleistungsbedarf Ihres Szenarios. Die Ergebnisse sind eine erste Plausibilisierung – keine zugesagten Projektwerte.
Rackdichte ist hier der Mittelwert aus IT-Leistung und Rackzahl. Einzelne High-Density-Racks können deutlich davon abweichen. Anschlussleistung, Redundanz und Reserven sind separat zu betrachten.
Energie · Wasser · Abwärme
PUE, WUE und ERF aus Jahreswerten.
Verwenden Sie Werte für denselben Berichtszeitraum und passende Messgrenzen. Die Wasserkennzahl wird in m³/MWh ausgegeben; dies entspricht zahlenmäßig Litern je kWh. Wärmerückgewinnung innerhalb der Rechenzentrumsgrenze zählt hier nicht als externe Wiederverwendung.
Ein niedriger PUE allein bewertet weder die produktive IT-Auslastung noch den gesamten Umwelteinfluss. Wasserbedarf und tatsächlich genutzte Abwärme ergänzen die Betrachtung. Die Kennzahlen bestätigen keine Zertifizierung oder Erfüllung gesetzlicher Anforderungen.
Formeln, Messgrenzen und Quelle
PUE = Gesamtenergie ÷ IT-Energie. WUE = Wasserzufluss in m³ ÷ IT-Energie in MWh. ERF = extern wiederverwendete Energie ÷ Gesamtenergie; die Anzeige erfolgt zusätzlich in Prozent. Infrastrukturenergie = Gesamtenergie − IT-Energie.
Die Grundformeln entsprechen Anhang IV der Delegierten Verordnung (EU) 2024/1364. Welche Erfassung und Meldung für Ihr Rechenzentrum erforderlich ist, hängt unter anderem von Anlagengröße und konkretem Anwendungsbereich ab. Der Rechner bildet keine vollständige regulatorische Meldung ab.
Investition · Betrieb · Variantenvergleich
Was kostet Ihr Rechenzentrum über die Nutzungsdauer?
Vergleichen Sie zwei Varianten mit denselben IT-Anforderungen: Investition, Energie, laufender Betrieb und ausgewählte Ersatzinvestitionen. Die Kostenrechnung zeigt Jahressummen und den Barwert über Ihren Betrachtungszeitraum.
Alle vorbelegten Zahlen sind frei gewählte Rechenbeispiele, keine Marktpreise, Richtpreise oder Angebote. Ersetzen Sie sie durch projektbezogene Werte. Der Rechner leitet keine Baukosten aus Fläche oder Verfügbarkeitsklasse ab.
Ein positiver Kostenvorteil bedeutet: B hat im gewählten Modell geringere Kosten. Ein negativer Wert bedeutet höhere Kosten. Verfügbarkeit, Risiken, Qualität und Ausbauoptionen werden nicht in Euro bewertet.
| Kennzahl | Variante A | Variante B |
|---|
Wie verändern Ihre Annahmen die Kosten?
Der Vergleich zeigt, wie sich andere Strompreise, Zinssätze oder ein höherer PUE-Wert auf den Kostenvorteil auswirken. Dabei wird jeweils nur eine Annahme verändert. Die Szenarien sind keine Preisprognosen.
| Geänderte Annahme | Kostenvorteil B |
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Jährliche Zahlungsströme ansehen
| Jahr | Zahlung A (€) | Zahlung B (€) | Barwert A (€) | Barwert B (€) |
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Rechenweg, Abgrenzung und fachliche Grundlage
Investition zu Beginn = (Gebäude + Technik + Planung/weitere Investitionen + IT) × (1 + Reserve/100). Jahresenergie = mittlere IT-Last × Betriebsstunden × PUE. Stromkosten im Jahr t = Jahresenergie × Anfangsstrompreis × (1 + jährliche Strompreisänderung/100)^(t−1). Sonstiger Betrieb wird entsprechend fortgeschrieben.
Barwert = Anfangsinvestition + Summe der jährlichen Nettozahlungen/(1 + Kalkulationszins/100)^t. Alle laufenden Zahlungen fallen rechnerisch zum Jahresende an. Die Ersatzinvestition wird einmal im gewählten Jahr berücksichtigt, der Restwert am Ende abgezogen. Beide Angaben sind bereits nominale Eurobeträge des jeweiligen Jahres; sie werden nicht zusätzlich erhöht.
Das Modell verwendet konstante mittlere IT-Last und PUE; es bildet keine dynamischen Ausbauphasen ab. Finanzierung, Steuern, Abschreibung, Ausfallkosten, Rückbau und Wärmeerlöse sind nicht separat modelliert. Weitere Kosten müssen im passenden Eingabeposten enthalten sein. Keine DIN-276-Kostenermittlung und kein Nachweis einer Norm- oder Gesetzeskonformität.
Methodischer Hintergrund zur Barwertbetrachtung: NIST Handbook 135 (2025). US-Vorgabewerte werden nicht übernommen. Sämtliche Preise und Zinssätze bestimmen Sie selbst.
Für eine belastbare Investitionsentscheidung klären wir Lastprofile, Messgrenzen und den tatsächlichen Leistungsumfang in der Machbarkeitsstudie und vertiefen das gewählte Konzept in der Rechenzentrumsplanung.
Modellstand: 30. September 2026. Die Berechnung erfolgt im Browser. Nur beim angeforderten CSV-Versand werden Kontaktdaten und Berechnungsannahmen an High Knowledge übermittelt. CSV-Dateien enthalten Ihre Projektdaten.
Von der Kennzahl zur Verbesserung
Gute Kennzahlen brauchen ein gutes Messkonzept.
01 · Gleiche Grenzen
Messpunkte, Energieträger und Zeiträume dokumentieren. Nur vergleichbare Daten erlauben einen sinnvollen Vergleich.
02 · Reale Lastprofile
Jahresmittel mit Lastspitzen und Teillastphasen verbinden. Versorgung und Kühlung müssen auch die betrieblichen Grenzfälle abdecken.
03 · Wirkung verfolgen
Maßnahmen mit Monitoring überprüfen. Temperatur, IT-Auslastung und Abnehmer für Wärme beeinflussen die Ergebnisse.
Messwerte in wirksame Maßnahmen übersetzen.
High Knowledge verbindet Rechenzentrumsplanung, Energie- und Kühlkonzepte mit Monitoring und Betrieb. Wir unterstützen Sie dabei, Messgrenzen festzulegen, Kennzahlen zu bewerten und passende Verbesserungen zu planen.
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Ihre Eingaben bleiben für die Berechnung im Browser. Nur beim angeforderten CSV-Versand werden Ihre Kontaktdaten und Berechnungsannahmen an High Knowledge übermittelt. Verfügbarkeit wird mit einem 365-Tage-Jahr berechnet.