PLANUNG · RECHENZENTREN · TECHNISCHE INFRASTRUKTUR

Rechenzentrums­planung.
Verfügbarkeit beginnt im Entwurf

High Knowledge plant Rechenzentren und kritische Infrastruktur als zusammenhängendes System: Gebäude, Energieversorgung, Kühlung, Sicherheit und Betrieb. Vom Anforderungskatalog bis zur abgestimmten technischen Planung und Inbetriebnahme.

Rechenzentrumsplanung: Versorgung, Sicherheit und Betrieb abstimmen

Die notwendige Verfügbarkeit entsteht im Zusammenspiel der Gewerke. Eine redundante USV allein schützt nicht vor gemeinsam genutzten Leitungswegen, unzureichender Kühlung oder einem Standortereignis. Wir betrachten deshalb die vollständige Versorgungskette und ihre Schnittstellen.

Aus Ihren Geschäftsprozessen, IT-Lasten und Schutzzielen entwickeln wir ein passendes Planungskonzept. Neubau, Erweiterung und kritische Bestandsinfrastruktur werden dabei mit ihren jeweiligen Randbedingungen betrachtet. Ausbaureserven, Wartbarkeit und die spätere Betriebsorganisation gehören von Beginn an dazu.

KI-generierte Konzeptvisualisierung: Technischer Versorgungsgang mit geschlossenen Schaltanlagen und Serverbereich.

Standort, Gebäude und Schutz

Wir berücksichtigen Standortgefahren, Erschließung, Medienzuführung, Tragfähigkeit, Flächen und getrennte Leitungswege. Zutritt, Brandabschnitte, Brandfrüherkennung und die Abstimmung mit dem Brandschutzkonzept werden mit der technischen Infrastruktur zusammengeführt.

Energieversorgung und Redundanz

Vom Netzanschluss über Verteilung und USV bis zur Ersatzstromversorgung: Leistung, Selektivität, Betriebszustände und Wartungsmöglichkeiten müssen zusammenpassen. Wir betrachten auch gemeinsame Fehlerursachen und die Versorgung während geplanter Arbeiten.

KI-generierte Konzeptvisualisierung: Flüssigkeitsgekühlte Serverinstallation mit zugehöriger Kühlmittelverteilung.

Kühlung und Wärmeabfuhr

Lastprofile, Rackdichten, Umgebungsbedingungen und Ausbaustufen bestimmen das Kühlkonzept. Luft- und Flüssigkeitskühlung, Regelung, Redundanz und Abwärmenutzung werden abgestimmt. Für hohe Leistungsdichten vertieft unsere HPC- und KI-Planung die Anforderungen.

Überwachung und Betriebsfähigkeit

Messstellen, Alarmierung, DCIM und technische Schnittstellen werden passend zu den betrieblichen Verantwortlichkeiten geplant. Entscheidend sind auswertbare Informationen und klare Reaktionen auf Störungen. Dokumentation, Ersatzteilkonzept und Zugänglichkeit erleichtern den späteren Betrieb.

Mehr zu DCIM →

Schutzziele in eine abgestimmte Planung übersetzen.

Technische Verfügbarkeit muss zu den Geschäftsprozessen passen. Gemeinsam definieren wir, welche Funktionen weiterlaufen müssen, wie Wartung möglich wird und welche Reserven für Erweiterungen notwendig sind. IT, Gebäudetechnik und Betrieb erhalten eine gemeinsame Planungsgrundlage.

Bei regulatorisch geprägten Vorhaben ergänzen unsere eigenständigen Beratungsangebote die Fachplanung: KRITIS und physische Resilienz sowie NIS2 und Cybersicherheit. Anforderungen, Zuständigkeiten und Nachweise werden im Projekt zusammengeführt.

Was Budget und Ausbau bestimmt: Nicht allein die IT-Leistung entscheidet über den Aufwand. Redundanz, Rackdichte, Kühlverfahren, Standorterschließung und die Versorgung während Wartung oder Umbau wirken zusammen. Wir vergleichen die Varianten mit denselben Last- und Wachstumsannahmen und trennen den Bedarf zum Start von späteren Ausbaustufen. So werden Investitionen, Betriebskosten und Erweiterungsreserven nachvollziehbar.

Für einen ersten Variantenvergleich nutzen Sie den Kostenrechner im KPI-Lab. Mit dem Energievergleich prüfen Sie den Einfluss unterschiedlicher PUE-Annahmen. Die Ergebnisse nehmen wir als Annahmen in die Projektabstimmung auf; sie ersetzen keine Kostenermittlung.

EN 50600 als strukturierte Planungsgrundlage.

Die Normenreihe EN 50600 hilft, Verfügbarkeit, Sicherheit und Energieeffizienz systematisch zu betrachten. Wir legen mit Ihnen fest, welche Anforderungen und Nachweise im Projekt verfolgt werden. Gebäude, Stromversorgung, Umgebungsbedingungen, Verkabelung und Sicherheitskonzepte werden gewerkeübergreifend abgestimmt.

Die gewünschte Klassifizierung muss zum tatsächlichen Schutzbedarf passen. Eine Planung nach vereinbarten Normanforderungen und eine unabhängige Zertifizierung sind unterschiedliche Leistungen. Wird eine Zertifizierung angestrebt, werden Prüfstellen und Nachweisanforderungen früh einbezogen.

Planung nach EN 50600 → · BIM und koordinierte Fachplanung →

KI-generierte Konzeptvisualisierung: Architekturmodell eines Rechenzentrums mit vorgesehenen Erweiterungsflächen.

Was Sie im Planungsprozess erhalten.

  1. Grundlagen und Bedarf: ein abgestimmter Anforderungskatalog mit Schutzzielen, IT-Leistung, Lastprofilen, Erweiterungen und Standortbedingungen.
  2. Varianten und Vorplanung: ein technischer Variantenvergleich mit Versorgungskonzepten, Flächenbedarf, Schnittstellen, Kostenrahmen und wesentlichen Risiken.
  3. Vertiefte Fachplanung: Dimensionierungen, aufeinander abgestimmte Anlagenkonzepte und Pläne sowie dokumentierte technische Anforderungen.
  4. Ausschreibung und Umsetzung: nachvollziehbare Leistungsbeschreibungen und fachliche Begleitung im vereinbarten Umfang.
  5. Prüfung und Übergabe: abgestimmte Funktions- und Integrationstests, zugehörige Prüfprotokolle, Dokumentation und Einweisung.

Leistungsphasen und Zuständigkeiten vereinbaren wir projektspezifisch. Unsere Seite zur Planung und HOAI erläutert den Rahmen. Bei Umbauten ergänzen wir Bauphasen, temporäre Zustände und ein mit dem Betrieb abgestimmtes Umschaltkonzept.

Häufige Fragen

Planen Sie auch die Modernisierung bestehender Rechenzentren?

Ja. Wir betrachten den Bestand einschließlich Versorgungsreserven, Engpässen und Bauphasen. Der Einstieg erfolgt je nach Ausgangslage über unsere Beratung zu Retrofit und Modernisierung.

Welche Verfügbarkeit ist für mein Rechenzentrum sinnvoll?

Das erforderliche Niveau wird aus den Folgen eines Ausfalls und Ihren betrieblichen Anforderungen abgeleitet. Redundanz, Wartbarkeit, Standort und Betriebsorganisation müssen dazu passen. Eine pauschale Klasse ohne Bedarfsanalyse greift zu kurz.

Wie beginnt ein Planungsprojekt?

Mit einer Beschreibung Ihrer Anwendungen, der Folgen eines Ausfalls und der heute sowie künftig benötigten Kapazitäten. Hilfreich sind vorhandene Grundrisse, Angaben zu Netzanschluss und IT-Leistung, Rack- und Lastdaten sowie Unterlagen zu Kühlung und Betrieb. Auch Zieltermin und Budgetrahmen gehören dazu. Fehlende Daten klären wir im ersten Schritt; vollständige Planungsunterlagen müssen Sie zum Einstieg noch nicht mitbringen.

Wenn Standort und Betriebsmodell noch offen sind, schafft die Rechenzentrumsstrategie die Grundlage. Welche Untersuchungen und Planungsschritte anschließend erforderlich sind, legen wir gemeinsam fest.

Planen wir die Infrastruktur hinter Ihrer Verfügbarkeit.

Ob Neubau, Erweiterung oder kritischer Bestand: Wir klären mit Ihnen Anforderungen, Schnittstellen und die nächsten Planungsschritte.