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Der Grad der Digitalisierung steigt. Ob in Wirtschaft, Gesellschaft oder Verwaltung – in fast allen Lebensbereichen ist der digitale Wandel spürbar. Online-Bestellungen oder die Datennutzung am Handy im privaten Umfeld seien als Beispiele genannt oder auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) oder 3D-Druckern in der Wirtschaft und das digitale Bürgeramt, bei dem Steuererklärungen online eingereicht werden. All dies ist überdies gut für das Klima. Der Branchenverband Bitkom hat in der Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung“ herausgefunden, dass sich bis zum Jahr 2030 dank der Digitalisierung mehr als 70 Millionen Tonnen CO₂ einsparen lassen. „Die Digitalisierung kann fast ein Viertel zu Deutschlands selbstgesteckten Klimazielen beitragen“, sagt Bitkom-Vizepräsidentin Christina Raab. Deshalb muss der digitale Wandel weiter vorangetrieben werden. Denn bleibt es beim bisherigen Tempo, könnte die Digitalisierung nur für 16 Prozent zur Zielvorgabe der CO₂-Reduzierung beitragen. 2022 lag Deutschlands CO₂-Ausstoß noch bei 746 Millionen Tonnen und 2030 soll er bei 438 Millionen Tonnen liegen. Um die digitalen Strukturen weiter auszubauen, benötigt es moderne Rechenzentren, die sich ebenfalls nachhaltig betreiben lassen. Hierzu bietet die High Knowledge GmbH innovative Lösungen an.

Die Bitkom-Studie „Klimaeffekte der Digitalisierung“ ist vielschichtig angelegt. In der Studie werden drei mögliche Szenarien zum künftigen CO₂-Ausstoß unter die Lupe genommen, welchen CO₂-Effekt der Einsatz digitaler Lösungen in den besonders relevanten Sektoren Energie, Gebäude, Industrie, Verkehr und Landwirtschaft hat. Erstens eine pessimistische Projektion hoher CO₂-Emissionen im Jahr 2030, zweitens eine optimistische Projektion niedriger Emissionen etwa durch eine 85-prozentige Deckung des Strombedarfs durch erneuerbare Energien. Als mögliche dritte Annahme werden die Klimaeffekte der Digitalisierung auf Basis von mittleren CO₂-Emissionen betrachtet. Diese Option steht zwischen der pessimistischen und besonders optimistischen CO₂-Projektion.

Natürlich erzeugt auch die Digitalisierung selbst CO2. Denn nicht nur der Betrieb der Technologien, sondern auch der Einsatz von Endgeräten wie Bildschirmen, Computern, Mobiltelefonen oder Tablets sowie der Betrieb der Netzinfrastruktur und der Rechenzentren verursachen mittelbar solche klimaschädlichen Emissionen. Bleibt es beim bisherigen Tempo bei der Digitalisierung, liegt der CO₂-Verbrauch bei 2,1 Millionen Tonnen. Setzt sich der digitale Wandel allerdings schneller fort, kann der CO₂-Fußabdruck der digitalen Technologien in den fünf Sektoren im Jahr 2030 in der mittleren der drei betrachteten Projektionen sogar bei 3,8 Millionen Tonnen liegen. Daher ist es wichtig, energiesparende Technologie zu nutzen beziehungsweise zu entwickeln. Technische Maßnahmen zur Energieeffizienz und Abwärmenutzung müssen deshalb anhand der konkreten Anlage und ihrer Betriebsbedingungen bewertet werden.

Nachhaltigkeits- und Digitalstrategie miteinander verzahnen

In welchen Bereichen lässt sich laut Studie am meisten CO₂ einsparen? Vor allem im Energie-Sektor bestehen durch die Digitalisierung sehr große Möglichkeiten. Hier lassen sich bis zu 26,4 Millionen Tonnen CO₂ bei einer beschleunigten Digitalisierung und 24,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid bei einer Standard-Digitalisierung einsparen. Dazu kann etwa der Einsatz von Smart Grids – sogenannte intelligente Stromnetze – führen. Hier werden die Stromerzeugung und der Stromverbrauch exakt gesteuert. Auch bei der Produktion und Steuerung von erneuerbaren Energiequellen können in Zukunft CO₂-Emissionen verringert werden. Im Gebäudesektor lassen sich durch den Einsatz der Digitalisierung auch große Mengen an CO₂ einsparen. Laut der Studie sind das in 2030 rund 12,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid und bis zu 18,3 Millionen Tonnen, wenn die Verbreitung smarter Technologien wie etwa Smart Home oder vernetzter Gebäudetechnik stärker vorangetrieben wird.

In der industriellen Fertigung lassen sich bis zu 12,7 Millionen Tonnen CO₂ bei einer beschleunigten Digitalisierung beispielsweise durch eine automatisierte Produktion oder den Einsatz von KI im Jahr 2030 einsparen. Bei einer normal verlaufenden Digitalisierung wären es immerhin 5,6 Millionen Tonnen. Weiter gibt es im Verkehrssektor und in der Landwirtschaft Möglichkeiten, Kohlendioxid einzusparen. „Digitaler Klimaschutz ist eine riesige Chance für die deutsche Wirtschaft. Die Unternehmen erhalten und steigern so ihre Wettbewerbsfähigkeit und sparen gleichzeitig CO₂ ein“, sagt Bitkom-Vizepräsidentin Christina Raab. Dazu gehört aber ebenso, dass Unternehmen ihre Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie mit der Digitalisierungsstrategie eng kombinieren. Das gilt natürlich auch für die Betreiber von Rechenzentren.

Nachhaltig die Digitalisierung meistern

Mit dem Wachstum digitaler Anwendungen verändern sich Anforderungen an Rechenleistung, Versorgung und Betrieb. Für Betreiber ist es deshalb sinnvoll, technische Entwicklung, Energiebedarf und die anwendbaren gesetzlichen Pflichten gemeinsam zu betrachten.

Das Energieeffizienzgesetz enthält Anforderungen an Rechenzentren. Welche Pflichten konkret greifen, wird anhand von Anlage, Betreiber, Inbetriebnahme und gesetzlichen Voraussetzungen geprüft. Die Auslegung von Messkonzepten, Kühlung und Abwärmenutzung gehört daher früh in die Projektplanung.

Prüfen und nachhaltig Bauen

Bei Bestandsanlagen schafft eine strukturierte Untersuchung die Grundlage für Verbesserungen. Ein DC Check betrachtet unter anderem Standort, Infrastruktur, Lastprofil und verfügbare Betriebsdaten. Die daraus abgeleiteten Handlungsfelder unterstützen die weitere Planung; der Check ist nicht automatisch eine Zertifizierung.

Blue DC verbindet modulare Rechenzentrumsinfrastruktur mit abgestimmter Kühlung und geplanter Abwärmenutzung. Die erreichbaren Energie- und Emissionswirkungen hängen von Ausführung, Standort und Betrieb ab. Für Vergleiche werden Systemgrenze, Referenz und Zeitraum festgelegt.

Bewertung mit klarem Prüfungsumfang

Die Ausführung eines Blue-DC-Projekts wird auf IT-Last, Verfügbarkeit und Schutzbedarf abgestimmt. Zertifizierungen beziehen sich auf die jeweils geprüfte Anlage und ihren vereinbarten Geltungsbereich. Eine Zeichennutzung des Blauen Engels setzt das dafür vorgesehene Verfahren voraus. Sustainable Data Center ist das eigene Zertifizierungssystem von High Knowledge und bildet eine separate Bewertungsgrundlage.

Fazit

Digitale Anwendungen können neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Ihre tatsächlichen Umweltwirkungen müssen zusammen mit dem Aufwand für Endgeräte, Netze und Rechenzentren betrachtet werden. Eine nachvollziehbare Planung schafft die Grundlage, um Energiebedarf, Ressourcen und Nutzung im konkreten Projekt zu bewerten.

Unternehmens- und Verfahrensaussagen aktualisiert am 8. September 2026; die dargestellte Studie wird als Quelle der damaligen Szenarien eingeordnet.