BERATUNG · KRITISCHE INFRASTRUKTUR
KRITIS-Beratung.
Versorgung schützen. Resilienz stärken
High Knowledge verbindet Risikoanalyse, technische Infrastruktur und Betriebsorganisation. Wir unterstützen Sie dabei, kritische Abhängigkeiten zu erkennen und wirksame Maßnahmen für widerstandsfähige Standorte zu entwickeln.
Kritische Dienstleistungen brauchen belastbare Infrastruktur.
Energieversorgung, Gesundheitswesen, Wasser und digitale Dienste hängen von funktionierenden Anlagen und verlässlichen Abläufen ab. Störungen können sich über Unternehmens- und Sektorgrenzen hinweg auswirken. Unsere Beratung betrachtet daher den Standort ebenso wie seine Versorgungswege, Dienstleister und betrieblichen Schnittstellen.
Wir machen sichtbar, welche Funktionen weiterlaufen müssen, wodurch sie gefährdet sind und welche technischen oder organisatorischen Maßnahmen ihre Widerstandsfähigkeit verbessern. Der Schwerpunkt liegt auf umsetzbaren Schutzkonzepten für Gebäude, Rechenzentren und deren Versorgung.

KRITIS-Dachgesetz: physische Resilienz im Mittelpunkt.
Das KRITIS-Dachgesetz ist seit dem 17. März 2026 in Kraft. Es bildet einen Rahmen für den physischen Schutz kritischer Anlagen. Je nach Anwendungsbereich gehören Risikoanalysen, Resilienzmaßnahmen und entsprechende Dokumentation zu den Anforderungen. Welche Pflichten für einen Betreiber gelten, hängt von der konkreten Einordnung und den gesetzlichen Ausnahmen ab.
Für Rechenzentren ist die sektorale Abgrenzung besonders wichtig: § 4 Absatz 2 nimmt Betreiber kritischer Anlagen im Sektor Informationstechnik und Telekommunikation von mehreren Vorschriften aus, darunter §§ 12 bis 16. Deshalb übertragen wir Anforderungen nicht pauschal auf jedes Rechenzentrum. Cyberbezogene Anforderungen werden im Zusammenhang mit NIS2 und BSIG geprüft.
Grundlagen: BBK zum KRITIS-Dachgesetz und § 4 KRITISDachG.

Risiken vom Standort bis zur Versorgungskette bewerten.
Wir betrachten unter anderem Stromausfall, Wärmeabfuhr, Brand, Wasser, unbefugten Zutritt und gemeinsame Ausfallursachen. Entscheidend sind die Auswirkungen auf Ihre kritischen Funktionen und die verfügbare Zeit zum Reagieren.
Eine zweite Anlage bietet nur dann den vorgesehenen Schutz, wenn ihre Abhängigkeiten verstanden sind. Gemeinsame Leitungswege, Steuerungen, Wartungsprozesse oder Lieferanten können vermeintlich unabhängige Systeme verbinden. Wir dokumentieren diese Zusammenhänge und priorisieren Maßnahmen nach Risiko und Wirksamkeit.
Technischer Schutz
Versorgungssicherheit, räumliche Trennung, Überwachung, Zutrittsregelung und Wartbarkeit werden gemeinsam betrachtet. Maßnahmen werden mit vorhandenen Anlagen und geplanten Erweiterungen abgestimmt.
Organisatorische Handlungsfähigkeit
Alarmierung, Eskalation, Verantwortlichkeiten und Wiederanlauf müssen zum Betrieb passen. Wir unterstützen die Abstimmung zwischen Gebäudetechnik, IT, Sicherheitsverantwortlichen und Dienstleistern.
Ein Schutzkonzept, das im Alltag funktioniert.
Aus Bestandsaufnahme und Risikobewertung entsteht ein priorisierter Maßnahmenplan. Wir beschreiben technische Anforderungen, Verantwortlichkeiten und geeignete Nachweise. Wo erforderlich, unterstützen wir die fachliche Ausarbeitung von Resilienzmaßnahmen und die Abstimmung mit vorhandenen Notfall- und Sicherheitskonzepten.
Wir betrachten auch die Umsetzung: Was lässt sich im Bestand verbessern? Welche Eingriffe brauchen ein Wartungsfenster? Welche Funktionen müssen regelmäßig geprüft werden? Unsere Retrofit-Beratung und Rechenzentrumsplanung führen die Maßnahmen in die technische Ausarbeitung.

So beginnen wir Ihre KRITIS-Beratung.
- Geltungsbereich klären: Betreiber, kritische Dienstleistungen, Standorte und vorhandene Einordnungen erfassen.
- Bestand und Abhängigkeiten aufnehmen: Pläne, Anlagen, Versorgung und betriebliche Prozesse zusammenführen.
- Risiken bewerten: Szenarien, Auswirkungen und bestehende Schutzmaßnahmen dokumentieren.
- Maßnahmen planen: Prioritäten, Zuständigkeiten und Umsetzungsfolge abstimmen.
- Wirksamkeit überprüfen: geeignete Prüfungen, Übungen und regelmäßige Aktualisierung festlegen.
Die technische und organisatorische Beratung erfolgt abgestimmt mit Ihrer zuständigen Rechts- und Compliance-Funktion. Eine verbindliche rechtliche Einordnung wird bei Bedarf gesondert eingeholt.
Häufige Fragen
Sind KRITIS und NIS2 dasselbe?
Nein. KRITIS beschreibt kritische Infrastrukturen; das KRITIS-Dachgesetz adressiert deren physische Resilienz in seinem Anwendungsbereich. NIS2 ist eine EU-Richtlinie zur Cybersicherheit. Die Anforderungen können zusammenwirken, haben aber unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Lohnt sich die Analyse auch ohne gesetzliche KRITIS-Einstufung?
Ja. Ein Ausfall kann für Ihr Unternehmen schwerwiegend sein, auch wenn keine gesetzliche KRITIS-Einstufung vorliegt. Schutzbedarf und geeignete Maßnahmen sollten deshalb aus den tatsächlichen Geschäftsprozessen abgeleitet werden.
Wie widerstandsfähig ist Ihre kritische Infrastruktur?
Wir besprechen Ihre Standorte, Abhängigkeiten und den konkreten Handlungsbedarf. Daraus entsteht ein abgestimmter Weg von der Analyse zur Umsetzung.